Freiraum im Forum Wissen

Der zukünftige Nachbar des Forum Wissens, das Hotel FREIgeist Göttingen, öffnet am 1. Juli 2018 seine Türen. Die Uni war schon im Vorfeld mit den Gesellschaftern Georg Rosentreter und Carl Graf von Hardenberg im Gespräch, denn im Hotel dreht sich alles um das Thema Wissen. Ein Raum im zukünftigen Forum Wissen hat es den Freigeistern besonders angetan: Der Freiraum, ein dynamischer White Cube der studentischen Projekten und explorativen Ausstellungsformate offen steht. Wir freuen uns sehr, dass das Hotel FREIgeist den Raum nun mit ener Raumpatenschaft fördert.

Decolonizing Knowledge – Objekte, Sammlungen und die Ambivalenz der Aufklärung

Vortragsreihe im Sommersemester 2018, montags 18:15 Uhr in der Taberna, Alte Mensa am Wilhelmsplatz. Beginn: 14. Mai. Wie in vielen universitären Sammlungen finden sich auch in Göttingen Objekte, die im Zuge der europäischen Kolonialherrschaft nach Deutschland kamen. Mit der Entwicklung der Basisausstellung im Forum Wissen stellt sich die Frage, wie solche Objekte in die Ausstellung integriert werden können, ohne dabei einen kolonialen Blick zu reproduzieren. Hier setzt die Vortragsreihe „Decolonizing Knowledge. Objekte, Sammlungen und die Ambivalenz der Aufklärung“ an. Die Referentinnen und Referenten fragen anhand unterschiedlicher Fallbeispiele danach, wie universitäre Sammlungsobjekte zu einem zentralen Instrument wurden, um Wissen über den „Anderen“ herzustellen und zu vermitteln.

Blick in die Schatzkammern der Universität

Wie atmen Insekten unter Wasser? Warum läuft ein Doppelkegel bergauf? Was verraten Skelette über Krankheiten und Urkunden über das Mittelalter? Am Internationalen Museumstag können Sie es erfahren: Am Sonntag, 13. Mai 2018, haben Sie die Chance, von 10 bis 18 Uhr einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und die Schatzkammern der Universität Göttingen kennenzulernen. Die Sammlungen, Museen und Gärten heißen Sie in Göttingen herzlich willkommen!

100.000 Euro für das Forum Wissen

Der Erlös des diesjährigen Stiftungsdinners an der Universität Göttingen soll dem Ausstellungsraum im Forum Wissen zugutekommen, der sich mit dem 1773 gegründeten „Academischen Museum“ befassen wird. Festredner Norbert Lammert lobte in seinem Plädoyer für die parlamentarische Demokratie eine kritsche, selbstbewusste Haltung. Auch das Forum Wissen will zu Kritik befähigen.

Göttingen – eine Kolonialmetropole?

Was ist koloniales Wissen? Wie wurde es Anfang des 20. Jahrhunderts vermittelt? Welche Rolle spielte dabei die Uni Göttingen? Um das herauszubekommen, durchstöberten Studierende der Geschichtswissenschaft das Universitätsarchiv. Ihre aktuellen Forschungsergebnisse präsentieren sie nun in der Ausstellung „Göttingen – eine Kolonialmetropole?“ im Kulturwissenschaftlichen Zentrum am Heinrich-Düker-Weg 14. Wer sich für den Einfluss Göttingens in der Kolonialzeit interessiert, sollte sich also beeilen: Die Plakatpräsentation ist nur noch bis Sonnabend, 7. April 2018, zu sehen. Julian Schima war beim Aufbau dabei und hat mit Lehrenden und Studierenden gesprochen.

Embryonen und Feten unbekannten Ursprungs. Provenienzforschung in der Sammlung Blechschmidt

Karteikarte mit Foto zum Präparat 3,4 mm.

Mit der „Humanembryologischen Dokumentationssammlung Blechschmidt“ verfügt das Zentrum Anatomie der Göttinger Universität über eine außergewöhnliche Sammlung. Zum einen sind Sammlungen von Schnittserien menschlicher Embryonen heute sehr selten und weltweit existiert weniger als ein Dutzend. Zum zweiten sind beeindruckende, fast einen Meter hohe Kunststoffmodelle zur menschlichen Entwicklung auf Grundlage der Präparate ein wesentlicher Teil der Sammlung. Diese waren lange Zeit eine Forschungsgrundlage der Göttinger Anatomie und werden bis heute in der Ausbildung von Mediziner*innen eingesetzt.

Das Forum Wissen und seine Architekten

Die Bauarbeiten für das Forum Wissen haben begonnen. Doch was genau planen die Architekten um das historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert in ein modernes Museum zu verwandeln? Gefragt ist ein Bau mit Ausstellungsräumen und Café, Hörsaal und Labor, Depot und Werkstatt. Das neue Museum soll modern, nachhaltig, funktional sein – aber seinen historischen Charme nicht verlieren.